Dienstag, 16. Januar 2018

~Eule rezensiert~ Aschenkindel von Halo Summer








Aschenkindel - Das wahre Märchen von Halo Summer
Einzelband
Märchen-Adaption/Fantasy
276 Seiten
Erschienen am 05.06.2016 bei HarperCollins










Jedes Mädchen wäre dankbar, auf den Ball des Kronprinzen gehen zu dürfen. Schließlich will er sich dort eine Braut aussuchen. Doch Claerie Farnflee ist nicht wie andere Mädchen. Lieber bewohnt sie ein muffiges Turmzimmer, schuftet wie eine Dienstmagd und erträgt die Launen ihrer Stiefmutter, als sich an einen dahergelaufenen Prinzen zu ketten. So denkt sie – bis zu dem Tag, an dem sie im Verbotenen Wald einen Fremden trifft, der ihre Vorsätze ins Wanken bringt... (Klappentext lt. Verlag)
         
"Es gibt Wahrheiten, die sind zu hässlich, als dass man etwas Gutes darin finden könnte. Trotzdem muss man sie erkennen, sonst wird sich nie etwas ändern." (Seite 230 im Ebook)
Gerade zur dunklen Jahreszeit - und vor allem um Weihnachten herum - lese ich wahnsinnig gerne Märchenadaptionen. Sie passen einfach so gut, weil sie einem das Herz wärmen und ein paar schöne, unbeschwerte Lesestunden bescheren. Und genau das, was ich mir erhofft und erwartet habe, habe ich mit Aschenkindel bekommen. 

Ja es ist natürlich Aschenputtel, nochmal aufgewärmt und anders erzählt, aber trotzdem funktioniert es halt immer wieder. Die Autorin hat unserem Aschenkindel Claerie einen tollen Charakter verpasst, denn sie hat Humor, ist mitunter sogar ein bisschen sarkastisch und sie hat definitiv ihren eigenen Kopf, das mochte ich sehr. Sie ist mehr so die frechere Version von Aschenputtel und das hat sehr viel Frische und Dynamik in die Geschichte gebracht. Auf der anderen Seite wirkt sie aber auch sehr schicksalsergeben wenn es um ihre häusliche Situation geht. Dafür, dass sie von ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern herumgeschubst wird, nimmt sie ihr Schicksal erstaunlich locker und fügt sich einfach. Natürlich mag sie ihre Situation nicht aber trotz der unfairen Behandlung bringt sie ein großes Maß an Freundlichkeit und Zugewandtheit gegenüber ihrer "Familie" auf. Ich weiß nicht, ob ich finden soll, dass es ein Zeichen von Charakterstärke ist, oder doch eher ein unlogischer Faktor in der Geschichte... Irgendwie komisch war das schon. Insgesamt kamen Stiefmutter und Stiefschwestern auch nicht ganz so fies rüber wie im Original, aber Claerie wird in ihrem eigenen Haus als Dienstmagd ausgenutzt und erpresst, damit sie das tut. Ein bisschen mehr Wiederstand und Überlegungen aus der Situation zu fliehen, hätte ich mir da schon gewünscht. 

Die Geschichte an sich ist wie gesagt nichts Neues, aber ich hatte wirklich Spaß daran und ich mochte vor allem wie sie erzählt wurde. Der Schreibstil von Halo Summer ist locker, leicht und lässt sich flüssig lesen. Es gab auch einige Aspekte, die nicht altbekannt waren und vor allem gab es auch einige lustige Szenen, gerade zwischen Claerie und ihrer Guten Fee. Und auch die Romantik kommt natürlich nicht zu kurz. An dieser Stelle will ich aber lieber nicht zu viel verraten.

Auch wenn man bei der Geschichte jetzt nicht unbedingt von Spannung reden kann, so wollte ich doch trotzdem immer wissen was mich erwartet und ob die Autorin mich nicht doch noch überraschen kann. Mit ein paar Szenen konnte sie das auch, aber im Großen und Ganzen war die Geschichte eher wie die flauschige Lieblingskuscheldecke, in die man sich immer wieder gerne einrollt. Bekannt und vertraut, aber dennoch zum wohlfühlen und genießen. 

Für alle Fans von Aschenputtel und generell Märchen-Adaptionen kann ich dieses Buch nur  empfehlen. Es ist herzerwärmend, witzig und einfach nur schön. Bis auf die genannten kleinen Schwächen kann ich nichts negatives über dieses Buch sagen. Es hat mich bestens unterhalten, ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte und das Buch hat mich zufrieden und mit einem guten Gefühl zurück gelassen. Was will man mehr?













Freitag, 12. Januar 2018

Meine Tops und Flops (und die mickrige Statistik) aus 2017



Hallo meine Lieben,

auch ich möchte euch zeigen welche Bücher mich in 2017 absolut begeistert und welche mich eher enttäuscht haben. Dafür habe ich mir jeweils 8 Top Bücher und 8 Flops rausgesucht und sie in ein Ranking gebracht. Erzählt mir doch gerne was eure Tops und Flops waren ;).


TOP-Bücher 2017


Platz 8




Eine wirklich außergewöhnliche Geschichte mit einer außergewöhnlichen Protagonistin. Nicht perfekt aber fesselnd. Ich freue mich schon auf den 2. Band, der im März rauskommt.

Rezension








Platz 7



Natürlich musste dieses Buch im Ranking auftauchen. Verdientermaßen wie ich behaupten möchte, denn der 1. Band war wirklich richtig gut und hat auch mich total in seinen Bann gezogen. Band 2 fand ich zwar immer noch gut, aber leider dann doch um einiges schwächer als diesen Band, so dass er in diesem Ranking leider keinen Platz mehr gefunden hat.

Rezension 







Platz 6



Ah der 2. Band dieser (ehemaligen) Dilogie hat mit spannenden Wendungen aufgewartet. Bin ich froh, dass es weitere Bände aus dieser Reihe geben wird, da das Ende auch ziemlich offen blieb. Ansonsten bin ich ja nicht so ein Fan davon Reihen bis auf den letzten Tropfen auszuschlachten, aber hier stört es mich absolut nicht, haha ;D.

Rezension







Platz 5



Völlig verdient landet dieser spannende Schmöker auf dem 5. Platz. Die Idee dahinter ist faszinierend und toll umgesetzt. Auch hier bin ich sehr froh, dass im März bereits der 2. Band erscheint.

Rezension









Platz 4



Jepp, da ist er ja, der 1. Band vom schwarzen Thron ;D. Ich weiß, dass es viele gibt, die ihn nicht so gut fanden, aber ich liebe ihn nach wie vor und erinnere mich gerne an das kribbelnde, freudige Gefühl, als ich es gelesen habe.

Rezension








Platz 3



Und hier kommt auch schon der literarische Ausreißer aus meiner Jugendbuch-Routine *lach*. Ein gewaltiges Buch. In jeder Hinsicht. Ich müsste viel mehr in diese Richtung lesen, aber ich vertrage sowas leider nur in geringen Dosen. Das Buch macht etwas mit einem. Es geht sehr tief und vor allem dorthin wo es weh tut.

Rezension







Platz 2



Mich juckt und kribbelt es wieder überall, jetzt wo ich das Cover noch mal sehe. Ich kann den 2. Band kaum erwarten, der Ende April erscheint. Ich will ihn lesen und zwar jetzt sofort *seufz*. Dieses Buch werde ich auf jeden Fall immer in guter Erinnerung behalten, denn es ist so wunderbar, ich habe kaum Worte dafür. Lest es einfach alle ;D.

Rezension







~*~ Platz 1 ~*~



Unangefochten mein absoluter Liebling. Ich hatte es schon im Januar 2017 gespürt, als ich es gelesen habe. Es ist einfach wundervoll und enthält so viele tolle Botschaften. Wenn ihr es noch nicht gelesen habt und ruhige Sci-Fi mögt: Lest es bitte ;). Ende diesen Monats kommt der 2. Band heraus und ich bin schon jetzt ganz aufgeregt wieder in dieses Universum zurück zu kehren.

Rezension







FLOP-Bücher 2017


Platz 8



Es ist kein schlechtes Buch, versteht mich nicht falsch. Aber es geht ja hier um Bücher, die mich enttäuscht haben und da gehört dieses leider dazu. Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel erwartet.

Rezension









Platz 7



Was für ein seltsames Buch... Teile davon waren gut und dann gab es wieder Teile, die so gar nicht passen wollten.

Rezension










Platz 6




Hmhm... Veronica Roth und ich, das wird in diesem Leben nichts mehr. Ich kann mich kaum noch an das Buch erinnern. Es war halt einfach nicht gut.

Rezension








Platz 5



Auch mit Kai Meyer und mir wird es in diesem Leben nichts mehr. Eigentlich hätte ich es wissen müssen, aber seine Bücher klingen immer so gut. Nur ich komme einfach nicht damit klar, wie er die Geschichten umsetzt. So schade.

Rezension








Platz 4



Tja, was soll ich sagen: es war einfach langweilig. Auch an diese Geschichte kann ich mich kaum noch erinnern. Es war einfach furchtbar.

Rezension










Platz 3




Langweilig, belanglos und irgendwie komisch. Diese Geschichte hat mir auch nichts gegeben und ich habe sie auch nicht ganz fertig gelesen, weil es mich einfach nicht überzeugen konnte und ich keine Nerven für diese Geschichte hatte.









Platz 2



Ah so schade. Es hat mich wirklich sehr enttäuscht, dass ich keine Geduld für diese Geschichte aufbringen konnte. Die Idee klang so schön und ich war wirklich neugierig darauf. Aber der Schreibstil... oh je. Das hat mir echt zu sehr die Nerven geraubt, ich konnte es nicht zu Ende lesen.










Platz 1



Das ärgert mich immer noch tierisch. Dieses Buch wird so gehypt und ich kapiere es einfach nicht. Bei mir kommt nichts an und das wurmt und enttäuscht mich maßlos. Ich konnte mit dem Stil nichts anfangen, fand die Protagonisten furchtbar und auch die Story hat mich kalt gelassen.












In 2017 gelesene Bücher: 35
davon 21 Printbücher
und 14 Ebooks
Abgebrochen: 3
Gelesene Mangas: 5
Sonstige: 1 Manuskript
Insgesamt gelesene Seiten: 17.973
Seiten pro Tag: ~49
Bester Lesemonat: März mit 2.640 Seiten
Schlechtester Lesemonat: Februar mit 488 Seiten
SuB zum 01.01.2017: 129
SuB zum 31.12.2017: 90


Mein bisher schwächstes Lesejahr seit Beginn meiner Aufzeichnungen (seit 2010 also). Wirklich keine Glanzleistung, aber in 2017 war einfach so viel los. So viele Ablenkungen, so viele andere Dinge im Kopf außer lesen. Gerade die 2. Hälfte des Jahres war super chaotisch und nervlich sehr belastend für mich. 2018 kann nur besser werden. Helft ihr mir dabei? Ich brauche Motivation in Form von fetten Arschtritten. Also los Leute, Feuer frei, treibt mich zum Lesen an xD. Ihr dürft mich auch gerne ansprechen, wenn ihr Bücher zusammen lesen möchtet ;).

Aber dafür habe ich meinen SuB ordentliche ausgemistet. Das sticht auf jeden Fall positiv heraus. Ich war auch ganz überrascht, als ich die Zahlen gesehen habe. Ich hoffe, ich kann diesen Abwärtstrend beibehalten und verfalle nicht wieder in einen Kaufrausch. Dann könnte das mit dem SuB nämlich so langsam mal was werden. Deswegen habe ich mir auch vorgenommen meine Neuzugänge in diesem Jahr auf ein Minimum zu beschränken und nur die Bücher zu kaufen, die ich wirklich UNBEDINGT sofort haben muss. Und am besten versuchen sie dann auch sehr zeitnah zu lesen, das wäre mein Wunsch. Hoffentlich klappt das, aber wenn ich so weitermache wie in den letzten Monaten, dürfte es kein Problem werden.
Vorsätze für 2018 sind also zusammengefasst:
-SuB weiter verringern
-Reihen auf einen aktuellen Stand lesen
-Nur dringend notwendige Bücher kaufen
-regelmäßige Blog-Routine von 2 Posts die Woche

Was sind eure Vorsätze? Habt ihr welche oder macht ihr einfach wie es euch passt?




Dienstag, 9. Januar 2018

~Eule rezensiert~ Auf immer gejagt von Erin Summerill







Auf immer gejagt von Erin Summerill
(engl.: Ever the hunted)
Übersetzt von Nadine Püschel
Band 1 von 3
High Fantasy (YA)
416 Seiten
Erschienen am 28.04.2017 bei Carlsen 









Im Wald kennt Tessa sich aus, er ist ihr Zuhause. Im Dorf jedoch wird sie nur geduldet, obwohl ihr Vater Saul der Kopfgeldjäger des Königs ist. Denn ihre Mutter beherrschte Magie, und die ist in Malam verboten. Als Saul getötet wird, hat die junge Fährtenleserin nur eine Chance auf ein sicheres Leben: Sie muss im Auftrag des Königs den angeblichen Mörder jagen – Cohen, der Gehilfe ihres Vaters. Der Junge, den sie heimlich liebt! Tessas besondere Gabe sagt ihr, dass Cohen schuldig ist. Aber ihr Herz spricht eine andere Sprache. (Klappentext lt. Verlag)
Immer wieder ist mir dieses Buch über den Weg gelaufen, begleitet von positiven Stimmen bis hin zu Schwärmerei. Da packte mich spontan die Lust das Buch endlich mal zu lesen, was ich dann auch prompt getan habe. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen etwas zu hoch geschraubt waren, denn so richtig begeistern konnte es mich leider nicht.

Natürlich lässt sich das Buch super flüssig lesen, man bekommt schöne Beschreibungen serviert und der Einstieg fällt nicht schwer, aber so richtig temporeich wird es nicht. Gekoppelt mit den typischen Jugendbuch-Klischees und der Vorhersehbarkeit, war die Mischung dann leider nicht so gelungen wie ich fand. Es blieb dann doch einiges an Spannung auf der Strecke, was dazu führte, dass ich mich zum größten Teil gelangweilt habe beim lesen.

Auch die Charaktere sind mir nicht sonderlich stark im Gedächtnis geblieben. Tessa, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, schwankte permanent zwischen taff und naiv, aber im großen und ganzen war sie mir nicht unangenehm als Protagonistin. Cohen hat mich ebenfalls nicht gestört, aber für größere Symtathie hat es dann auch nicht gereicht. Insgesamt waren sie mir einfach zu austauschbar und hatten wenig markante Charakterzüge. Einzig Tessas Gabe als menschlicher Lügendetektor stach vielleicht ein bisschen heraus. Die Liebesgeschichte zwischen Tessa und Cohen war zwar zeitweise ganz süß, aber irgendwie auch anstrengend. Ich bin hin- und hergerissen wie ich das finden soll und bin mir immer noch nicht einig geworden.

Das Setting hat mir hingegen ziemlich gut gefallen. Ich mochte die Atmosphäre der Wälder. Wohingegen leider die Welt an sich ähnlich wie die Charaktere doch recht austauschbar war. Zwei verfeindete Königreiche, das eine duldet Magie, das andere nicht. Der Konflikt ist vorprogrammiert und bietet nicht sonderlich viel Neues. Auch, dass Tessas Mutter magisch war und ihr Vater für den König arbeitete der keine Magie duldet, schafft sofort ein klares Bild der Situation und bot daher auch keine Spannung, weil man ja schon ungefähr wusste was passiert ist und wie es wohl mit Tessa weiter gehen wird. Schön fand ich allerdings, wie das Thema Familie in die Geschichte eingewoben wurde.

Insgesamt hat es sich aber leider ziemlich hingezogen. Der im Klappentext beschriebene Konflikt, dass Tessas geliebter Cohen der Mörder ihres Vaters ist, dreht sich für meinen Geschmack viel zu schnell in eine andere Richtung. Natürlich war die Wendung vorhersehbar, aber man hätte es vielleicht doch noch etwas mehr ausreizen können um für Spannung zu sorgen. Ich fand einfach, dass sich einiges viel zu schnell in Wohlgefallen aufgelöst hat, wo man vielleicht noch geschickter arbeiten und den Leser auf falsche Fährten hätte locken können.
 
Ein schönes Buch für zwischendurch und für einen Auftakt sicherlich gelungen. Vielleicht hatte ich wirklich zu hohe Erwartungen, aber mich hat es leider nicht ganz abholen können. Die Ideen waren zwar gut aber dafür nicht optimal umgesetzt. Man hätte mehr daraus machen können, weil das Setting und die Ausgangssituation Potenzial mitgebracht hätten. Das Ende macht zwar schon irgendwo neugierig auf Band 2, aber ich glaube nicht, dass ich den noch lesen werde.